Wohnungsbesichtigung: 4 Tipps zur Traumwohnung

Einen Wohnungsumzug macht man nun wirklich nicht alle Tage, daher empfiehlt es sich, bei der Wohnungsbesichtigung auf wichtige Punkte zu achten, sodass es später keine bösen Überraschungen gibt. Denn nicht nur der Mietpreis oder die Quadratmeterzahl sind entscheidend für die Zufriedenheit in Ihrem zukünftigen Zuhause, sondern auch eine Vielzahl anderer Faktoren wie die Wohnungsausstattung oder die Umgebung. Um definitiv die richtige Entscheidung zu treffen, hat McMakler Ihnen 5 Tipps zusammengestellt, worauf Sie bei der nächsten Wohnungsbesichtigung achten sollten.  
  1. Genug Zeit mitbringen und einen möglichst gewöhnlichen Tag für die Wohnungsbesichtigung aussuchen

Um sicherzustellen, dass Sie einen realistischen Eindruck der Wohnung bekommen, empfiehlt es sich generell, die Wohnungsbesichtigung am helllichten Tag durchzuführen. Ebenso sollte man Wohnungsbesichtigungen an Sonn- und Feiertagen vermeiden. An einem gewöhnlichen Wochentag können Sie sich das beste Bild von der Helligkeit der Wohnung und dem Geräuschpegel der Umgebung machen. Von Vorteil ist meistens, dass die Haupträume wie Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer ruhig gelegen sind. Außerdem sollten Sie genügend Zeit für die Wohnungsbesichtigung einplanen, damit Details nicht übersehen werden. Empfehlenswert ist es ebenfalls, einen Bekannten zur Wohnungsbesichtigung mitzubringen, da dieser als neutraler Beobachter einen anderen Blick auf die neue Wohnung hat und somit objektiv bei der Entscheidungsfindung helfen kann. Wenn Sie Zeit dafür haben, empfiehlt es sich außerdem nochmals zu einer anderen Tageszeit, zum Beispiel zum Feierabendverkehr, vorbeizuschauen.  
Wohnungsbesichtigung bei Tag

Bei einer Wohnungsbesichtigung zur Mittagszeit bekommen Sie das realistischste Bild des Objektes

 
  1. Erwartungen vorher klar machen und sich an diese auch bei der Wohnungsbesichtigung halten

Man sollte grundsätzlich nicht aus den Augen zu verlieren, ob die harten Fakten den Vorstellungen auch entsprechen: Hat die Wohnung genügend Zimmer? Sind die Zimmer groß genug? Passt der Schnitt? Wichtig ist es, sich bei der Wohnungsbesichtigung klarzumachen, dass ein leeres Zimmer deutlich größer wirken kann, als es ist. Daher ist es nicht unklug, seine Möbel vorher auszumessen und bei der Wohnungsbesichtigung mit einem Zollstock nachzumessen, ob die Möbel auch wie vorgestellt untergebracht werden können. Ebenso wird man merken, dass rechteckige Grundrisse meistens bessere Aufteilungsmöglichkeiten bieten als quadratische. Auch wenn die Wohnung auf den ersten Blick noch so verlockend wirkt, sollten Sie nicht auf zuvor festgesetzte Kriterien verzichten. Wenn die Wohnung beispielsweise zu klein ist, kann dies dazu führen, dass Sie bereits nach kurzer Zeit erneut auf Wohnungssuche gehen müssen. Dies sollte definitiv vermieden werden.  
  1. Ausstattung prüfen

Möchten Sie lieber eine schlichte oder eine luxuriöse Ausstattung? Ausstattungsmerkmale wie eine Einbauküche, ein Kamin oder eine Badewanne können ein wichtiges Entscheidungskriterium für oder gegen eine Wohnung sein. Auch ein Balkon ist für die meisten Wohnungssuchenden wichtig, aber einen Mehrwert schafft dieser nur, wenn er auch gut gelegen ist. Die Himmelsrichtung ist entscheidend, da diese über die Helligkeit und die Lichteinstrahlung bestimmt. Unter diesem Aspekt ist eine Nordausrichtung des Balkons tunlichst zu vermeiden. Falls der Balkon an einer stark befahrenen Straße liegt, untergräbt das ebenfalls dessen Attraktivität. Wenn Sie eine helle Wohnung möchten, so ist auf eine Süd- oder Westausrichtung zu achten. Aber auch Ausstattungsmerkmale, die man nicht sofort sieht, können durchaus ein prüfenswertes Kriterium bei einer Wohnungsbesichtigung sein. So zum Beispiel die Anzahl an gut lokalisierter Steckdosen, da der Besitz einer Vielzahl elektronischer Geräte heutzutage zur Norm gehört.  Besonders bei Altbauwohnungen sind Steckdosen oft eher spärlich vorhanden. Darüber hinaus, sollten Sie die Amaturen, wie auch die Geräte in Küche und Bad auf ihren Zustand und Funktionalität prüfen. Sollten Ihre Erwartungen mit den Gegebenheiten nicht übereinstimmen, zögern Sie nicht, den Vermieter darauf anzusprechen. Oft kann man sich auf kleine bauliche Veränderungen oder Reparaturen einigen. Ebenso ist es empfehlenswert, sich einen Energieausweis zeigen zu lassen oder die Höhe der Nebenkosten beim Vormieter zu erfragen, da diese oft auf den ersten Blick nur unzureichend abschätzbar sind.  

4. Nachbarn und Umgebung

Die Wohnungsbesichtigung kann noch so zufriedenstellend sein, aber wenn Sie mit der Umgebung oder den Nachbarn nicht klarkommen, werden Sie nicht glücklich. Daher ist es empfehlenswert sich wenigstens oberflächlich mit der Umgebung vertraut zu machen: Wie ist die Wohnung an den Verkehr angebunden? Gibt es einen Supermarkt? Gibt es eine gute Schule oder Kindergärten in der Nähe? Um sich ein detailliertes Bild von den Nachbarn zu machen, können Sie bei diesen auch einfach mal anklingeln. Meistens geben potentiell neue Nachbarn gerne eine kurze Auskunft über die Umgebung und Sie merken meist schnell, ob Sie in diese Nachbarschaft reinpassen. Also haben Sie keine falsche Scheu – Sie werden später davon profitieren.
Wohnungsbesichtigung

Das Kennenlernen der Nachbarn kann zu wichtigem Entscheidungskriterium bei der Wohnungssuche werden

  Wenn Sie diese Ratschläge gewissenhaft berücksichtigen, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie zufrieden aus der Wohnungsbesichtigung gehen. Anschließend müssen Sie auf die Zusage des Vermieters hoffen und schon können Sie ruhigen Gewissens in Ihre neue Traumwohnung einziehen. Eine Checkliste für die Wohnungsbesichtigung finden Sie hier.