Immobilieneigentümer haben Streu- und Räumpflicht

Mit dem Besitz einer Immobilie gehen auch einige Verpflichtungen einher. In der kalten Jahreszeit kommt eine zusätzliche Verantwortung für Immobilieneigentümer hinzu.  

Verkehrssicherungspflicht für Immobilieneigentümer:

Immobilieneigentümer müssen bei Schnee- und Eisglätte dafür sorgen, dass Wege auf ihrem Grundstück gefahrlos betretbar sind. Der Gesetzgeber nennt diese zusätzliche Verpflichtung „Verkehrssicherungspflicht“. Doch ab wann ist ein Immobilieneigentümer denn verpflichtet zu streuen und die Wege zu räumen? Die Faustregel lautet, dass das Grundstück gesichert sein muss, sobald der morgendliche Verkehr beginnt. Diese Aussage ist natürlich ebenfalls stark interpretationsfähig. In der Regel gilt die Verkehrssicherungspflicht nicht für Nachtschwärmer oder besondere Frühaufsteher – eine Räumung ab 7 Uhr ist also sinnvoll.
Verkehrssicherungspflicht für Immobilieneigentümer

Immobilieneigentümer haben Räum- und Streupflicht

  Eine Ausnahme hierfür könnte beispielsweise sein, dass Sie eine Bäckerei betreiben und der Arbeitsbeginn bereits auf 5 Uhr morgens festgelegt ist. In diesem Falle müssen Sie als Immobilieneigentümer damit rechnen, dass Ihr Grundstück bereits vor 7 Uhr betreten wird und sind somit dazu verpflichtet, Ihrer Streu- und Räumpflicht rechtzeitig nachzukommen.  

Schadensersatzzahlungen vermeiden:

Wenn eine Person aufgrund der Unterlassung oder nicht ausreichender Räumung der Wege auf dem Grundstück eines Immobilieneigentümers ausrutscht, müssen häufig hohe Schadensersatzforderungen beglichen werden. Hierzu gibt es eine Vielzahl an eindeutigen Gerichtsurteilen.   Als Immobilienbesitzer sollten Sie in den kommenden Wintermonaten also stets darauf bedacht sein, mehrmals am Tag Ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen um Schadensersatzzahlungen zu vermeiden.
Immobilieneigentümer haben Verkehrssicherungspflicht

Durch die Beachtung der Verkehrssicherungspflicht können Immobilieneigentümer Schadensersatzzahlungen vermeiden

Der Immobilienbesitzer kann die Räum- und Streupflicht in manchen Fällen auch auf den Mieter abwälzen. Diese Regelung gilt nur, wenn die Pflichtübergabe ausdrücklich im Mietvertrag oder der Hausordnung vermerkt ist. In diesem Fall liegt die Verantwortlichkeit für das Räumen und Streuen zwar beim Mieter, allerdings hat der Immobilieneigentümer noch immer eine sogenannte Überwachungspflicht. Das heißt er muss regelmäßig kontrollieren, ob der Mieter auch tatsächlich seiner Pflicht nachkommt.   Um zu vermeiden, dass Schadensersatz aufgrund unzureichender Streuung oder Räumung auf Sie  zukommen, können Sie alternativ auch einen offiziellen Räumungsdienst beauftragen. Diese Kosten können nach vorheriger Absprache auch teilweise auf den Mieter abgewälzt werden. In diesem Falle, können Sie sich sorglos auf den ersten Schnee und die kalte Jahreszeit freuen!