Eigenheim – Kosten & Finanzierungsmöglichkeit

Viele Deutsche träumen vom Eigenheim. Doch um sich diesen Traum auf Dauer zu erfüllen, sollten Sie eine detaillierte Kostenkalkulation vornehmen, sich ein präzises Bild von Ihren eigenen Finanzen machen und die am besten passende Finanzierungsmöglichkeit auswählen. Nur dann können Sie und Ihre Familie das neue Eigenheim unbeschwert genießen.
Viele Deutsche haben den Traum vom Eigenheim - können Sie sich diesen erfüllen?

Viele Deutsche haben den Traum vom Eigenheim – können Sie sich diesen erfüllen?

 

Kosten für das Eigenheim nicht unterschätzen:

Die Immobilienpreise in Deutschland sind aktuell sehr hoch. Doch zu den sowieso schon sehr hohen Kaufpreisen der Immobilie, kommen noch einige Mehrkosten durch die Kreditaufnahme und den Kaufvertrag auf den Käufer zu. All diese Kosten sollten also detailliert aufgelistet werden, denn nur so kann der tatsächliche Preis von dem gewünschten Eigenheim ermittelt werden und in die Kaufentscheidung einfließen. Die anfallenden Kosten sind abhängig von der Höhe des Kaufpreises und einigen anderen Faktoren. Insgesamt müssen Käufer mit 5-12% Zusatzkosten für das Eigenheim rechnen. Welche Kosten Sie im Detail beachten müssen, wenn Sie den Traum vom Eigenheim wahr machen wollen, erfahren Sie im Folgenden.
Beim Kauf des Eigenheims fallen unterschiedliche Kosten an

Eine detaillierte Kalkulation aller anfallenden Kosten beim Kauf einer Immobilie sind sehr wichtig.

Zunächst müssen die Kaufnebenkosten berechnet werden, welche durch den Kaufvertrag selbst entstehen.   Dies sind Kosten wie:
  • Kosten für GrundbucheintragungNotarkosten (ca. 1,5% des Kaufpreises)
  • Maklerkosten (7,14% des Kaufpreises – abhängig vom Bundesland übernimmt der Verkäufer die Hälfte der anfallenden Kosten)
  • Grunderwerbssteuer (3,5 – 6,5 % des Kaufpreises, abhängig vom Bundesland)
  Zudem muss bedacht werden, dass Zinszahlungen für das Bankdarlehen anfallen. Aktuell sind die Zinsen bei einem Bankdarlehen zwar relativ niedrig, jedoch sind diese trotzdem nicht zu unterschätzen. Trotz niedriger Zinsen zahlt man einige Jahre an die Bank, bevor man tatsächlich beginnt das Eigenheim abzubezahlen. Die Höhe der Zinsen sind abhängig davon, wie hoch die Tilgungsrate ist, d.h. wie viel monatliche Ratenzahlung Sie sich leisten können, und für welchen Zeitraum Sie Ihre Zinsbindung festlegen. Außerdem können noch weitere Kosten in Zusammenhang mit dem Bankdarlehen hinzukommen:
  • Bankgebühren
  • Provisionen
  • Bereitstellungsgebühr für Kredite
  Sobald das Eigenheim dann im eigenen Besitz ist, muss man bedenken, dass zusätzlich zur monatlichen Ratenzahlung eine beträchtliche Summe an Nebenkosten hinzukommt. Das sind zum einen Abgaben an die Kommunen:
  • Grundsteuer
  • Abfallbeseitigungsgebühren
  • Schmutzwasserkanalgebühren
  • Regenwasserkanalgebühren
  • Abfallbeseitigungsgebühren
  Zum anderen Wohnnebenkosten:
  • Stromkosten
  • Gaskosten
  • Frischwasserkosten
  • Internet- und Telefonkosten
  • Rundfunkbeitrag
  • Hausrat-, Wohngebäudeversicherung
  • Wartungskosten
  • Reparaturkosten
Bei der Finanzierung vom Eigenheim müssen auch Nebenkosten berücksichtigt werden.

Zu den monatlichen Ratenzahlungen kommen beträchtliche Nebenkosten für Eigentümer hinzu. Diese dürfen in der Kostenkalkulation nicht vergessen werden.

Schritt für Schritt zum Eigenheim:

  • Zunächst sollten Sie festlegen, wie hoch Ihre monatliche Ratenzahlung sein kann. Hierbei sollten Sie realistisch bleiben und nicht jeden Cent Ihres Einkommens in die Kalkulation einberechnen. Bedenken Sie, dass nach einem Umzug auch Kosten für die Ausstattung hinzukommen, ungeplante Reparaturen anfallen können oder Sie mal in den Urlaub fahren wollen. Genügend Spielraum zu lassen ist hier das A und O.
 
  • Eine gewisse Summe Eigenkapital ist ebenfalls wichtig, wenn Sie sich den Traum vom Eigenheim erfüllen wollen. Es werden zwar auch Vollfinanzierungen, das heißt Finanzierungen komplett ohne Eigenkapital, angeboten, allerdings sind diese sehr risikoreich. Besser ist es, wenn circa 20 – 30% der Kaufkosten bereits durch Eigenkapital abgedeckt sind.
 
  • Sobald Sie sich darüber im klaren sind, welche Summe Sie monatlich zur Verfügung haben und wie hoch das zu investierende Eigenkapital ist, können Sie errechnen, wie viel Ihre Immobilie höchstens Kosten darf.

Finanzielle Belastbarkeit x 12 Monate x 100 / Zinssatz (in Prozent) + Tilgung (in Prozent) = Maximaler Kreditbetrag

  → Maximaler Kreditbetrag + Eigenkapitalsumme = Maximale Finanzierbarkeit   → Von der Summer der maximalen Finanzierbarkeit müssen dann wiederum die Kaufnebenkosten abgezogen werden. Anschließend haben Sie den Betrag ermittelt, den Sie ungefähr für Ihr neues Eigenheim ausgeben können.

Finanzierungsmöglichkeiten:

Wenn Sie ein Darlehen für Ihr Eigenheim aufnehmen möchten, können Sie sich für eines von sehr vielseitigen Darlehenskonzepten entscheiden. Je nach Ihren Präferenzen können Sie sich aussuchen, ob Sie gerne nur eine geringe monatliche Belastung haben möchten, was wiederum bedeutet, dass Sie Ihr Darlehen über viele Jahre hinweg abbezahlen müssen. Wenn Ihnen niedrige Gesamtkosten wichtig sind, sollten Sie eine hohe Summe monatlicher Raten und Sondertilgungen veranschlagen. Auch sollte Ihr Darlehenskonzept abhängig davon sein, welche Planungssicherheit Sie sich wünschen. Bei einer hohen Planungssicherheit müssen Sie etwas höhere Zinsen zahlen, haben aber dafür eine längere Zinsbindung. Welche Finanzierungsmöglichkeit für Sie die geeignetste ist, sollten Sie am besten detailliert mit Ihrem Finanzberater besprechen. Das Ganze kann auch noch durch staatliche Finanzierungsmöglichkeiten, wie das Wohn Riester oder andere Subventionen unterstützt werden. Details dazu finden Sie hier. Jedoch müssen Sie sich auch hierbei stets über alle Vor- und Nachteile informieren. Eventuelle Nachteile der Wohn Riester Förderung zeigt beispielsweise dieser Artikel der FAZ.